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Atomkraft: Wer steigt aus und wer steigt ein?

Atomkraft ist eine Form der Energiegewinnung, die auf der Spaltung von Atomkernen beruht. Sie wird von einigen Ländern als eine saubere und zuverlässige Alternative zu fossilen Brennstoffen angesehen, während andere sie wegen der Risiken von Unfällen, Strahlung und Atommüll ablehnen.

Laut Statista planten im Januar 2023 folgende Staaten neue Atomreaktoren, die innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre in Betrieb gehen sollten:

China: 47
Indien: 17
Russland: 15
USA: 9
Großbritannien: 7
Türkei: 6
Südkorea: 5
Bangladesch: 4
Frankreich: 4
Finnland: 3
Pakistan: 3
Slowakei: 3
Vereinigte Arabische Emirate: 2

Einige andere Länder wie Bulgarien, Japan oder Brasilien hatten ebenfalls Pläne für neue Atomkraftwerke, aber diese waren entweder gestoppt oder verzögert worden.

Diese Läner steigen aus

Italien
Italien hat bereits 1990 den Ausstieg vollzogen und alle vier Atomkraftwerke stillgelegt.

Deutschland
Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 fiel in Deutschland der Beschluss, bis 2022 alle 17 Atomkraftwerke abzuschalten.

Belgien
Die Belgier haben 2003 ein Gesetz verabschiedet, das den Ausstieg bis 2025 vorsieht. Es gibt sieben Atomkraftwerke im Land.

Schweiz
In der Schweiz wurde 2017 per Volksabstimmung entschieden, keine neuen Atomkraftwerke zu bauen und die bestehenden fünf nach ihrer Betriebsdauer stillzulegen. Sie werden also noch eine Weile am Netz bleiben.

Spanien
Spanien hat 2011 ein Moratorium für den Bau neuer Atomkraftwerke erlassen und will die bestehenden sieben bis spätestens 2035 abschalten.

Die meisten neuen Atomreaktoren gehören heute zur sogenannten dritten Generation, die sicherer und effizienter als die älteren Modelle sein sollen. Einige Länder wie China oder Russland arbeiten auch an der Entwicklung von Reaktoren der vierten Generation, die noch fortschrittlicher und umweltfreundlicher sein sollen.


Ausgabe 5 / 03.04.2023