Wann wird aus der Pandemie eine Endemie?

Es war einmal vor langer Zeit die Rede von einer Rückstufung der Corona-Pandemie zu einer Endemie. Was ist eigentlich aus dieser Aussage geworden? Heute will wohl niemand mehr was davon wissen.

Zunächst… bei einer Endemie breitet sich das Virus nicht weltweit aus. Die Ausbreitung beschränkt sich auf eine Region. Die kann aber durchaus mehrere Länder umfassen. Malaria oder Gelbfieber sind gute Beispiele für Endemien.

In den betroffenen Gebieten, die Südostasien, Südamerika und Teile von Afrika umfassen, haben die Menschen gelernt, damit zu leben. Gegen Gelbfieber können sie sich impfen lassen. Einen Impfstoff gegen Malaria gibt es noch nicht. Beide Krankheiten lassen sich aber gut behandeln.

Wie schaut aus bei Corona aus? Impfstoffe sind längst da, es gibt Behandlungsmöglichkeiten und die Todesrate ist denkbar gering. In Mexiko liegt sie aktuell bei 4,9 %, in Frankreich bei 0,45% (Stand 5. September).

Für Professor Friedemann Weber vom Institut für Virologie der Justus-Liebig-Universität wäre der Übergang in eine Endemie dann erreicht, wenn es hierzulande keine starke Häufung mehr von Infektionen oder Erkrankungen gäbe.

Auf der Webseite der Barmer Ersatzkasse ist zu lesen: „COVID-19 wird wahrscheinlich letztlich von einer Pandemie zu einer Endemie werden: Das bedeutet, dass die Erkrankung regelmäßig auftritt und die Zahl der Infizierten durchgehend relativ konstant ist.“

Aber wann wird uns nun endlich die gute Nachricht ereilen? Ab wann müssen wir bei Corona nicht mehr von einer Pandemie sprechen? Die Antwort darauf kann letztendlich nur einer liefern – unser Gesundheitsminister. Vor wenigen Wochen hat er sich dazu geäußert, und zwar am 17. Juli auf Twitter. Dort gab er hoffnungsfroh von sich…

„Viele fragen sich: endet Corona denn nie? Wann kommt Endemie? Nicht in diesem Herbst, da geht es nicht ohne wirksame Schutzmaßnahmen. Aber langfristig werden Impfstoffe kommen, die gegen viele Varianten und Infektionen schützen. Ich gehe davon aus: das ist das Ende“.

Wir brauchen. also noch viel Geduld und Ausdauer – zumindest hier in Deutschland.

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