Sebastian Schwindler:
Reich werden war noch nie so einfach wie heute. Sogenannte Glückstrainer zeigen ihren Klienten, wie sie sich alles mögliche wünschen können, und das erfüllt sich dann.

Ein Beispiel dafür ist der arbeitslose Langzeitstudent Arno Armenhäuser.
Viele Jahre lang hat er in einem Frankfurter Elendsviertel gewohnt, ohne Wasseranschluss, und sich nur von abgestandener Hühnerbrühe ernährt. Heute bewohnt er eine riesige Villa an der Außenalster mit einer großen Garage für seinen Fuhrpark, der ausschließlich aus teuren Sportwagen und schicken Limousinen besteht.


Das alles hat sich bei ihm vollzogen, ohne harte Arbeit, ohne Erbschaft und ohne überraschendem Lottogewinn.
Unser In- und Auslandskorrespondent Erwin Wenzelkopp hat ihn besucht mit ein paar brennenden Fragen in der Tasche.

Erwin Wenzelkopp:
Ja Basti, und die Fragen habe ich schon alle raufgekramt aus meiner Tasche. Der gute Arno wird mir nun Rede und Antwort stehen.
Sebastian Schwindler:
Herr Armenhäuser, Sie sind durch eine Glückstrainerin zu großem Reichtum gekommen. Aber wie kamen Sie zu der Glückstrainerin? War es eine zufällige Begegnung?
Erwin Wenzelkopp:
?
Arno Armenhäuser:
Na ja, ich lauf so durch die Straßen, und da waren Hütchenspieler vor Schlaukauf in der Fichtestraße, und die hatten gerade Aktionstage. Man konnte eine Runde spielen ohne Einsatz, und einen Gutschein für ein Glücksseminar gewinnen.
Nun, was soll ich sagen. Ich gewann!
Erwin Wenzelkopp:
Arno hat dann tatsächlich…
Sebastian Schwindler:
Und dann haben Sie wirklich dieses Glücksseminar besucht, Herr Arno?
Erwin Wenzelkopp:
?
Arno Armenhäuser:
Ja, aus Langeweile. Mir fiel die Decke auf den Kopf Zuhause. Der Nachbar über mir machte regelmässig Seilspringen, und der wog mindestens 200 Kilo. Erst bröckelte sie nur, aber dann…
Sebastian Schwindler:
Wie lief das ab? Was haben Sie auf dem Seminar gelernt? Was mussten Sie tun, damit sie so reich werden?
Erwin Wenzelkopp:
Basti, das wäre auch meine nächste Frage gewesen…
Arno Armenhäuser:
Na ja, ich musste alle meine Wünsche auf einen Zettel schreiben, und sie an das Universum schicken.
Erwin Wenzelkopp:
Universum, ist das…
Sebastian Schwindler:
Ist das so ein Versandhaus, ein Online-Shop?
Arno Armenhäuser:
Nein, das Universum eben, unendliche Weiten…
Es erfüllt dir jeden Wunsch.
Sebastian Schwindler:
Und da haben Sie sich nicht den Weltfrieden gewünscht, oder das Ende aller Hungersnöte, oder dass es keine Krankheiten mehr gibt?
Arno Armenhäuser:
Ich habe mir einen Bugatti W16 Mistral gewünscht, einen Rolls-Royce Swaptail, einen Ferrari Daytona SP3 und eine Luxusjacht mit 6 Schlafzimmern und eigenem Pool und noch ganz viele andere Sachen.
Sebastian Schwindler:
Eine letzte Frage, Herr Armenhäuser, wenn Sie ihre Wünsche an das Universum abschicken, wie adressieren Sie die denn?
Was für eine Postanschrift ist das?
Ich frage für einen Freund.
Arno Armenhäuser:
Ach, dann schreiben Sie einfach Universum – oder Milchstraße, das geht auch.
Erwin Wenzelkopp:
Ich habe auch noch eine letzte Frage, warum sind…
(Die Schalte wird beendet)
Sebastian Schwindler:
Die Zeit läuft uns davon, und die bekannte Glückstrainerin Elena Engelsgleich wartet schon ganz ungeduldig darauf, unseren Zuschauern Hallo zu sagen.

Elena Engelsgleich:
Hallo
Sebastian Schwindler:
Frau Elena Engelsgleich, Sie stellen sich hin und sagen, das man sich beim Universum was wünschen kann, und dieser Wunsch erfüllt sich.
Elena Engelsgleich:
Na ja, ich kann. das auch im Sitzen sagen. Ich muss mich dafür nicht hinstellen.
Sebastian Schwindler:
Aber Sie stehen für eine Bewegung, die behauptet, dass einem das Universum jeden Wunsch erfüllt, den man äußert.
Elena Engelsgleich:
Sie meinen das Manifestieren. Ja, das ist so. Sie können sich alles wünschen, und das wird immer in Erfüllung gehen.
Sebastian Schwindler:
Ich nehme also einen Zettel, und schreibe da meine Wünsche an das Universum drauf…
Elena Engelsgleich:
Genau.
Sebastian Schwindler:
Und wenn das Universum sie mir nicht erfüllt, habe ich was falsch gemacht…
Elena Engelsgleich:
Genau.
Sebastian Schwindler:
Was kann man da falsch machen, Frau Engelreich?
Elena Engelsgleich:
Engelsgleich!
Vielleicht sitzen Sie falsch, oder Sie haben gerade einen Kräutertee getrunken, oder Ihre Sauklaue ist so schlecht, dass das Universum sie nicht lesen kann.
Sebastian Schwindler:
Na, dann muss man ja doch ganz schön viele Sachen beachten.
Elena Engelsgleich:
Das ist der Punkt.
Sebastian Schwindler:
Eine letzte Frage, um die Sie mich selbst gebeten haben.
Wenn sich einer unserer Zuschauer dafür interessiert, und von Ihnen lernen will, wie das genau funktioniert mit dem Wünschen und reich werden, was muss er dann machen?
Elena Engelsgleich:
Am besten geht er direkt auf meine Webseite und bucht den Glückserfolgskurs „Reich werden in Windeseile“. Dann bekommt er eine Woche lang jeden Tag ein PDF-Dokument zugeschickt mit allen Anweisungen.
Wer in den nächsten zehn. Minuten zuschlägt, erhält erhält diesen Kurs zu einem super Angebotspreis von nur 1999,90 Euro.
Sebastian Schwindler:
Werbung ist in dieser Sendung leider nicht gestattet.
Elena Engelsgleich:
Ach so, das habe ich vergessen, Entschuldigung.
Nur noch schnell die Webseite: www.reich-werden-mit-elena.com.
Sebastian Schwindler:
Vielen Dank, Frau Engelsgleich.
