Wiegt unsere Seele 21 Gramm?

Hat der Mensch wirklich eine Seele? Wenn ja, wiegt sie dann tatsächlich 21 Gramm, wie es gerne mal behauptet wird?
Wieder einmal braucht es gute Antworten…

Wir begeben uns auf Zeitreise: Im April 1901 will der US-amerikanische Arzt Dr. Duncan MacDougall beweisen, dass es die Seele im menschlichen Organismus tatsächlich gibt. Sie ist materiell und hat ihren Platz im Gehirn. Im Moment des Ablebens verlässt sie unbemerkt den Körper, und der dadurch zustande kommende Gewichtsverlust lässt sich durchaus messen.

Der Doktor führt sein Experiment mit sechs sterbenden Menschen durch. Sie liegen unbeweglich in Betten, die mit Waagen versehen sind. Zwei der Patienten sterben zu früh, so dass Dr. Duncan MacDougall und sein Team am Ende nur die Messdaten der übrigen vier Verstorbenen erhalten.
Die Ergebnisse: Der erste Proband ist direkt nach seinem Ableben tatsächlich leichter, und zwar um 21 Gramm, und auch die anderen drei Toten erfahren einen rätselhaften Gewichtsverlusst. Dieser fällt zwar unterschiedlich aus, aber im Durchschnitt beträgt er auch in diesen Fällen 21 Gramm.

Dr. Duncan MacDougall führte diesen Test später noch einmal durch, aber diesmal mit Hunden. Hier wird allerdings kein Gewichtsverlusst kurz nach dem Zeitpunkt des Todes der Tiere feststellbar.

Wäre damit die Frage geklärt, ob wir Menschen eine Seele haben, die 21 Gramm wiegt und im Moment unseres Todes unbemerkt aus dem Körper tritt?

Ärzte von heute schütteln bei dieser Frage gerne mit dem Kopf und halten dagegen, dass ein Gewichtsverlusst nach dem Tod auf das Erschlaffen von Blasen- und Enddarmmuskulatur zurückzuführen sei. Der führe dann dazu, dass die Verstorbenen sich einnässen und einkoten.
Bei seinem Experiment hatte Dr. Duncan MacDougall diesen Umstand allerdings berücksichtigt und seine Messergebnisse entsprechend angepasst….


Verweise

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/saskia-und-veit-etzold-im-interview-wiegt-die-seele-wirklich-21-gramm/20143958-3.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Duncan_MacDougall