Wie kam es eigentlich zum Bau des ersten Jumbos?

Mitte der 60er-Jahre, als die Kuba-Krise beendet war, John F Kennedy und Marilyn Monroe noch nicht sehr lange unter der Erde lagen, und die Beatles „Yeah Yeah Yeah“ sangen, trat eine mächtige us-amerikanische Fluggesellschaft namens Pan Am an den Boeing-Konzern heran, mit der Bitte, ein Flugzeug zu entwickeln, das bedeutend mehr Passagiere aufnehmen kann, als alle bisherigen Flugzeugtypen…

Pan Am Chef Juan Trippe meinte wortwörtlich zu William Allen, dem Chef von Boeing: „If you build it, I buy it!“, was soviel heisst wie: Wenn Du es baust, kaufe ich es, und so begann Allen 1966 mit der Entwicklung eines Riesenflugzeugs mit der Bezeichnung Boeing 747 oder eben Jumbo, nachdem ihm dann tatsächlich eine Bestellung über 25 Maschinen dieses neuen Typs von Pan Am vorlag.

Ursprünglich sollte die B747 ebenso durchgängig doppelstöckig sein, wie wir es heute vom Riesen-Airbus (A380) kennen. Letztendlich setzte sich allerdings die Buckelform durch, die das mächtige Flugzeug bis heute so auffällig charakterisiert.

Eine Erfolgsgeschichte begann, denn über die Jahrzehnte hinweg blieb die Nachfrage nach diesem bis zum Jahr 2005 größten Passagierflugzeug der Welt, ungebrochen, und so konnten bis heute über 1500 Stück davon ausgeliefert werden.
Ein Ende der Serien-Produktion ist nicht in Sicht.

Pan Am hingegen ist heute nur noch Legende. Die einst größte Fluggesellschaft der Welt musste 1991 Insolvenz anmelden, nachdem sie zuvor in wirtschaftliche Schieflage geraten war.
Die Katastrophe von Lockerbie, bei der im Dezember 1988 ein Sprengkörper für den Absturz eines Jumbos der Flotte sorgte, brachte auch die Fluggesellschaft selbst endgültig zum Absturz.