Frage der Woche

Wann gab es die ersten Fitness-Studios?

Wir finden sie heute an jeder Straßenecke, selbst wenn wir nicht danach suchen: Fitness-Studios. Wer sich einmal angemeldet hat, kommt da so schnell nicht wieder raus – außer vielleicht schweißgebadet. Knebelverträge sollen uns an die Studios binden, die zunehmend von großen Ketten geführt werden, und wer sich da nicht rechtzeitig wieder losreißt, verliert nicht nur viel Geld über die Monate verteilt, sondern auch Kilos – zumindest im Idealfall…

Aber seit wann gibt es diese großen hallenartigen Räumlichkeiten mit all den Geräten, die kontinuierlich unsere Muskeln aufbauen und stählen sollen?
Na ja… seit ein gewisser Schwede namens Jonas Gustaf Vilhelm Zander in den 1850er Jahren auf genau diese Idee kam. Er entwickelte verschiedene Geräte im Rahmen seiner sog. Medico-mechanische Therapie.

Seine heilgymnastischen Trainingsmaschinen ließ er ab 1877 sogar im großen Stil industriell herstellen, und daraufhin entstanden überall Zander-Institute. In London , in New York , ja in ganz Europa. Alleine Deutschland brachte es zeitweise auf bis zu 79 Filialen, die damals noch ohne Vitaminbar und Eiweißriegel-Verkauf auskommen mussten.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Zander-Institute als „Reha-Einrichtungen“ genutzt, um Kriegsversehrte zu behandeln. Das brachte sie schnell aus der Mode, woraufhin Zander sie nicht mehr weiter entwickelte.

So sollte es ein paar Jahrzehnte dauern, bis sich in den frühen Achtziger Jahren die Methode mit den Trainingsgeräten wieder gesellschaftlich etablieren konnte, und praktisch an jeder Straßenecke ein neues Fitness-Studio entstand – mit Knebelverträgen, Vitaminbars und Eiweißriegelverkauf.

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