Spanische Grippe

1918 wütete eine böse Seuche namens Spanische Grippe und zwar nicht nur in Spanien sondern in ganz Europa. Das war das letzte Jahr des Ersten Weltkriegs, und die Menschen waren mit anderen Dingen beschäftigt, als einer aufkommenden Pandemie ihre ganze Aufmerksamkeit zu schenken. So konnte sie sich erstmal ungehindert ausbreiten.

25 – 50 Mio Menschen fielen dem mutierten Grippevirus zum Opfer, der „Spanische Grippe“ hieß, weil die ersten Meldungen von ihr aus Spanien kamen, wo die Berichterstattung zu dieser Zeit recht liberal und somit kaum von Zensur bestimmt war. Schließlich war Spanien am Weltkrieg nicht beteiligt.

Eigentlich aber kam die spanische Grippe aus den USA, so vermutet es zumindest eine Reihe von Wissenschaftlern.
Die Krankheit ist wohl mit US-amerikanischen Truppentransportern nach Frankreich gekommen, von wo aus sie sich weiter ausbreitete.

Und jetzt machen wir noch einen kleinen Sprung ins Reich der Verschwörungstheorien, und da fange ich immer gerne an mit…
Böse Zungen behaupten…

Böse Zungen behaupten also, dass Massenimpfungen damals die Spanische Grippe ausgelöst haben. Dabei handelte es sich um eine Impfung, die direkt nach dem ersten Weltkrieg durchgeführt worden war, um den Menschen einen Schutz gegen Pest, Typhus, Lungenentzündung oder Pocken zu geben. Tja, und ausschließlich diese Geimpften seien dann an der Spanischen Grippe erkrankt.

Zudem behaupten böse Zungen… die spanische Grippe war nicht ansteckend. Es hätte Ansteckungsversuche mit gesunden Freiwilligen gegeben, die angehustet wurden – ohne Auswirkungen.

Na ja, was ist wahr und was ist erlogen? Wir werden es nie erfahren.