Umgehen mit Krisen

Sie bleiben einfach nicht aus: Krisen. Nicht nur die Banken erleben sie, auch wir Menschen werden von solchen immer wieder mal erfasst, und wir gehen unterschiedlich damit um. Während manche von uns bei Schicksalsschlägen mit voller Wucht aus der Bahn geraten, bleiben andere irgendwie auf den Füßen.

Was machen diese Menschen besser? Mit welchen Werkzeugen sind sie ausgestattet, um sich nicht so leicht von einer Krise umhauen zu lassen?

Tatsächlich gibt es nach dem amerikanischen Soziologen Antonovsky drei Voraussetzungen für die Bewältigung von Krisen…

  • Wir müssen verstehen was passiert und den Überblick behalten
  • Wir müssen  fähig sein, mit dem Geschehenen umzugehen
  • Wir müssen zudem die Überzeugung haben, dass alles was geschieht einen Sinn hat, möglicherweise einen tieferen, der sich uns nicht gleich erschließt.

Stärke schöpfen wir dabei aus einer tiefen inneren Zufriedenheit und einem Zugehörigkeitsgefühl. Am besten sind wir völlig ausgeglichen. Wir sollten alle schön tief in uns ruhen – und dabei immer die Möglichkeit haben, endlos auf die Snooze-Taste kloppen zu können, wenn uns der innere Wecker mit seinem schrillen Klingeln mal wieder ordentlich aufrütteln will…

Aber auch die richtige Einstellung zum Leben ist hilfreich. Erwarte ich, dass es mir immer gut geht, dass mir nichts weggenommen wird, und dass sich meine Wünsche stets erfüllen, sofern sie realistisch sind, oder bin ich mir darüber im klaren, das es meistens anders kommt, als man denkt, ständig irgendwelche Hindernisse auftauchen und immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen dafür sorgen, dass man sich dauernd um Lösungen kümmern muss…?

Ich für meinen Teil war ja schon immer ein hoffnungsloser Pessimist mit halb leerem Weinglas in der Hand und der Neigung, nicht den weißen sondern den schwarzen Wolf zu füttern, weil der mich immer so drohend anknurrt.

Eigentlich mag ich auch keine alten Indianer-Weisheiten. Aber wenn sie in Krisen hilfreich sind, warum nicht?

Also… füttert immer schön euren Wolf, also den richtigen, lasst euch nicht anknurren, malträtiert fleißig eure Snooze-Taste, und haltet Stand, wenn das Leben mal wieder meint, euch eine schwere Krise bescheren zu müssen, weil es ja noch so viele davon auf Lager hat…