Plan B – oder doch besser Seelenplan?

Die Esoteriker sind sich wohl mehr oder weniger darüber einig, dass wir alle im Vorfeld selbst bestimmen, welche Erfahrungen wir im Leben machen wollen, bzw. zu machen haben. Unsere Seele macht sich einen entsprechenden Plan, bevor sie inkarniert, also sich in einem menschlichen Körper einmal mehr ins Geschehen auf der Erde stürzt.

Das bedeutet, dass schicksalhafte Begegnungen und große Ereignisse, mit denen wir als Mensch konfrontiert sind, und die uns vor Aufgaben stellen, passieren weil sie genau so passieren sollen. Sie sind vorbestimmt. Wir haben sie selbst vor unserer Geburt so festgelegt.

Als eingeschränkter Mensch mögen uns diese Ereignisse und Begegnungen dann schicksalhaft vorkommen. Wir können sie oft nicht nachvollziehen, insbesondere wenn sie negativ sind. Wir erkennen keinen Sinn darin, und fühlen uns abgestraft. Denn wofür das Erlebte jetzt gut war, haben wir noch nicht vor Augen.

Die Voraussetzung, dem Seelenplan im Leben gerecht werden zu können, ist natürlich, sich eine gewisse Offenheit für alles zu bewahren, und bereit zu sein, auch mal konsequent dem Bauchgefühl zu folgen, wenn es sehr mächtig ist.

Also einfach zulassen.

Wer hingegen einen sicheren Plan B dem Seelenplan vorzieht, hört besser immer auf seinen Verstand, und setzt konsequent auf Vernunft und Sicherheit. Am besten steht es sich mit dem Rücken zur Wand, um den Anderen mit Genugtuung dabei zuzusehen, wie sie sich immer wieder in vermeintliche „Gefahr“ begeben, ausrutschen und hinplumpsen. Und wenn sie sich dann wieder aufraffen, lauert schon die nächste Falle.

Stillgestanden, mit dem Rücken zur Wand sind wir also relativ sicher. Gut gut, wir bewegen uns nicht wirklich weiter, aber wir leben dann auch an unserem Seelenplan vorbei. Schließlich haben wir uns ja für den Plan B entschieden, und der beinhaltet, dass wir uns dem Leben so wenig wie möglich ausliefern.

Wir erkennen dann möglicherweise allen Sinn darin, möglichst viel Geld zu verdienen, in einem schönen, großen Haus mit moderner Einbauküche und riesigen Flachbildfernseher zu wohnen, ein schickes Auto vor der Tür zu haben, und stets den neuesten Mac-Rechner auf dem teuren Edelholz-Schreibtisch.

Welcher Plan B – Verfechter möchte da nicht hin?

Aber Vorsicht ihr Plan B’ler. Wenn ihr dann eines Tages abtreten müsst und zurückkehrt in… hm… ins Kontinuum, die Ursuppe… na ja wohin auch immer, heißt es dann dort womöglich: Setzen, Sechs, Mission nicht erfüllt. Nachsitzen… bzw. dieses schiefgelaufene Leben, in dem ihr euch vor den Aufgaben so geschickt gedrückt habt, noch mal wiederholen…!!!