Hexenjäger Heinrich Kramer

Erst 1485, als das Mittelalter endet, erkennt die Kirche die Existenz der Hexerei an. Bewirkt hat dies ein gewisser Heinrich Kramer, der zu dieser Zeit als Dominikanermönch lebt. Trotzdem muss der gute Mann aus Tirol erfahren, dass er mit seinem Projekt, Hexen und Hexer ausfindig zu machen, um sie dann verbrennen zu können, auf Widerstand stößt. Der Innsbrucker Bischof lässt diesen Akt der Barberei nämlich nicht zu, und lässt Kramer vertreiben.

Ein Jahr später verfasst Heinrich Kramer dann sein Werk „Der Hexenhammer“, welches auf fast siebenhundert Seiten erklärt, in welchen Fällen Menschen Hexen oder Hexer sind, was sie alles anrichten, und wie mit ihnen zu verfahren ist.

Erst als bald darauf eine große Kältewelle in Europa für Missernten und Hungersnöte sorgt, lässt sich ein großer Teil der Bevölkerung davon überzeugen, dass dieses Übel in der Verantwortung ihrer hexenden Mitmenschen liegt. Der „Hexenhammer“ verbreitet sich rasch, auch weil Gutenberg gerade den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden hat, und wird vielerorts von den Geistlichen dann auch rege eingesetzt.

Auch wenn es im weiteren Verlauf, und vor allem nach dem Tod Kramers, immer wieder Widerstand gibt gegen Hexenverbrennung, werden die Verfolgungen nie ganz eingestellt. Erst 1669 erscheint die letzte Auflage des Hexenhammers. es ist die 29. !!!

Eine der kommenden Vogelpost-Podcast Ausgaben wird sich die Hexenverfolgung zum Hauptthema machen…