Die weiße Frau vom Ebersberger Forst

Achtung, es wird gruselig !!! 1:30 nachts auf einer verlassenen Landstraße im Ebersberger Forst, östlich von München. Leichter Nebel lässt die Atmosphäre da draußen noch unheimlicher wirken, und als sich unser Protagonist, nennen wir ihn Martin, mit seinem alten VW einer kleine weißen Kapelle nähert, bemerkt er in ihrem Inneren ein schwaches, flackerndes Licht. Im nächsten Moment erblickt er am Straßenrand eine weiße Gestalt. Sie scheint leicht durchsichtig zu sein, wie ein Gespenst. Dann erkennt er in der Erscheinung eine Frau. Sie gibt Handzeichen, möchte mitgenommen werden…

Martin bekommt einen leichten Schreck und gibt Gas. Diese Anhalterin ist ihm nicht geheuer. „Die lasse ich besser schnell hinter mir“, denkt er, und er fragt sich, ob diese Situation wirklich real war. Im nächsten Moment nimmt er seinen ganzen Mut zusammen, um einen Blick in seinen Rückspiegel zu riskieren…

Was er nun sieht, versetzt ihn augenblicklich in Angst und Panik: Die weiße Frau sitzt plötzlich hinter ihm auf der Rückbank. Sie starrt ihn böse an, und dann greift sie ihm unvermittelt ins Lenkrad. und sie starrt ihn böse an. Im nächsten Moment greift sie ihm ins Lenkrad, sodass das Fahrzeug außer Kontrolle gerät und mit Wucht gegen den nächsten Baum prallt.

Die Staatsstraße 2080 hat einen weiteren tragischen Unfall zu verzeichnen. Martin war nicht das erste Opfer dieser Erscheinung.

Hätte unser Protagonist die Frau mitgenommen, wäre es nicht zu diesem bösen Ende gekommen. Schließlich besagt die Legende, dass diese Gestalt nach wenigen Minuten einfach wieder verschwindet, wenn sie im Auto sitzt. Sie löst sich praktisch auf, und dann tut sie natürlich auch nichts mehr.
Die weiße Frau vom Ebersberger Forst ist einst selbst Opfer eines schlimmen Autounfalls geworden. Der Verursacher ließ sie einfach zurück und brauste davon, und ohne Hilfe unterlag die Frau ihren Verletzungen. Seither ist sie auf der Suche nach ihm – und sie rächt sich eben auch an allen Autofahrern, die nicht anhalten, wenn sie nachts hilflos am Straßenrand steht.

Nun juckt es in den Fingern, bei nächster Gelegenheit mit Freunden diese Hubertus-Kapelle auf der Staatsstraße aufzusuchen, um dort einen entsprechenden Film zu drehen. Eine Kandidatin für die Frau in weiß hätte ich auch schon im Petto, wie es so schön heißt.

Andererseits gibt es ja schon eine Verfilmung dieser Geschichte. Sie heißt „Ebersberg“ und erschien vor einiger Zeit als Webserie auf Youtube. Heute kann man sie auf Amazon Prime oder bei Apple-TV anschauen, und Moviepilot bewertet sie sogar als beste Horrorserie aus Deutschland…