Die Muehlenberg-Legende

Eine Legende besagt, dass Deutsch fast die Sprache der US-Amerikaner geworden wäre. Ausgerechnet ein einflussreicher Deutscher namens Muehlenberg hätte dies allerdings zu verhindern gewusst…

In der Neuen Welt zeigten die Deutschen Einwanderer wenig Bereitschaft sich einzugliedern und englisch zu sprechen. Sie blieben lieber unter sich, importierten ihre deutschen Bücher und statteten ihre Straßen mit deutschen Schildern aus.

Laut der sog. „Muehlenberg-Legende“, hatten die deutschen Siedler 1794 eine Petition ins Leben gerufen, die Deutsch zur Amtssprache in den Staaten erheben sollte.

Der deutschstämmige Frederick Muehlenberg, seines Zeichens Abgeordneter Pennsylvanias, stimmte allerdings dagegen, wobei ausgerechnet diese Stimme die entscheidende war, denn so behielten die Gegner dieser Petition mit nur einer Gegenstimme die Oberhand.

Tatsächlich aber ging es den deutschen Siedlern nur darum, dass Gesetzestexte künftig auch in ihrer Sprache ausgegeben werden, und dadurch, dass sich Muehlenberg bei der Abstimmung enthielt, kamen sie mit ihrer Petition nicht durch.

Muehlenberg war ganz einfach der Meinung, dass eine solche Regelung nicht gerade förderlich dafür wäre, das aus den unangepassten Deutschen endlich echte Amerikaner werden.

Mehr über die Deutschen im früheren Amerika erfahrt ihr in der 59. Ausgabe des Vogelpost-Podcasts…