Corona: Stoppen die Masken den Virus?

Im Kampf gegen das Corona-Virus gab es vom Robert Koch Institut lange Zeit keine Maskenschutz-Empfehlung. Wichtig sei vor allem das Einhalten der Abstandsregelung, mahnte der Präsident des RKI Roland Wiehler bei jeder Gelegenheit. Plötzlich aber rief das Institut dann doch zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung auf, und so wurde am 27. April von den Landesregierungen eine entsprechende Verordnung ausgegeben.
Dabei erklärte Präsident des Weltärztebundes Professor Frank Ulrich Montgomery der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ zuvor noch: „Ich trage selber eine Maske aus Höflichkeit und Solidarität, halte eine gesetzliche Pflicht aber für falsch. Wer eine Maske trägt, wähnt sich sicher, er vergisst den allein entscheidenden Mindestabstand.“ Montgomery forderte eine Maskenpflicht nur für echte Schutzmasken!

Schützen uns die Masken vor Ansteckung?

Atemschutzmasken mit Filter der Kategorie FFP2 oder FFP3 bieten tatsächlich den gewünschten Schutz vor dem Virus, wenn sie regelmäßig gewechselt werden. Durch den Filter atmet die geschützte Person allerdings aus, und falls sie infiziert sein sollte, überträgt sich der Virus auf diesem Weg leicht weiter…

Bislang gab es bei diesen Masken einen Engpass. Sie sollten daher den Medizinern und dem Pflegepersonal vorbehalten sein. Nun aber entspannt sich die Lage, und mittlerweile stehen genügend Masken dieser Art zur Verfügung.

Ob einfache Papier- oder Stoffmasken dem Träger Schutz vor Ansteckung bieten, ist umstritten. Haben sie Filterwirkung? Fakt ist, dass eine statisch aufgeladene Gewebeschicht erforderlich ist, um einen Virus wie Covid 19 abzuhalten. Zudem müssen sie dicht abschließen. Einfache Papiermasken oder selbstgenähte Stofffetzen schützen ihren Träger somit also keinesfalls vor Corona!

Helfen die Masken, die Verbreitung des Virus einzudämmen?

Der von den Medien gefeierte Star-Virologe Christian Drosten meint dazu, dass durch das Tragen von einfachen, filterlosen Papier- oder Stoffmasken die Ausbreitung des Virus tatsächlich geringfügig ausgebremst werden kann. Wer den Virus in sich trägt und hustet, setzt ihn durch den Mund- und Nasenschutz weniger frei.

Auch eine Untersuchung mit dem Titel „Maskenpflicht und ihre Wirkung auf die Corona-Pandemie: Was die Welt von Jena lernen kann“ ergab, dass ein Mund-Nasen-Schutz z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen auftretende infektiöse Partikel abfangen und dadurch das Risiko der Ansteckung einer anderen Person verringern kann. Das richtige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann auf diese Weise dazu beitragen, die Verbreitung von Covid-19 deutlich zu vermindern und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen.“
Die thüringische Stadt Jena führte bereits Anfang April eine Maskenpflicht ein, und hier setzten die Forscher aus Sonderbørg, Mainz, Kassel und Darmstadt (Timo Mitze, Reinhold Kosfeld, Johannes Rode und Klaus Wälde) mit ihrer Untersuchung an. Sie stellten fest, dass Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in den Tagen nach der Einführung in dieser Stadt praktisch auf null gefallen war. Ihr Fazit: Das verordnete Tragen von Alltagsmasken hilft tatsächlich bei der Eindämmung von Covid 19.

HIER kann die Studie nachgelesen werden (PDF)


Verweise

https://www.aerztezeitung.de/Politik/Montgomery-haelt-Maskenpflicht-fuer-falsch-408844.html

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/atemschutzmasken-103.html