Corona: Pandemie ohne erhöhte Sterblichkeit

Das Statistische Bundesamt liefert aktuelle Zahlen der Sterbefälle in Deutschland bis Ende Mai. Es handelt sich um sog. Rohdaten, die das Ergebnis einer Fallzahlzählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern sind. Sie zeigen auf, dass es bislang keine erhöhte Sterblichkeit gibt trotz Corona.

Dabei schlug die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 8. Mai noch Alarm und schrieb, dass sich die Sterblichkeit in Deutschland gerade über dem Durchschnitt befinde. Es gäbe eine auffällige Entwicklung lt. dem Statistischen Bundesamt. Die jüngsten Zahlen der Behörde zeichnen nun aber wieder ein anderes Bild.

Den Todesfällen im Jahr 2002 pro Monat, sind bei der folgenden Ausführung jene vom Monat der beiden Vorjahre beigefügt…

Januar 2020: 85.301 (2019: 84.791 / 2018: 84.973)
Februar 2020: 79.816 (2019: 80.824 / 2018: 85.799)
März 2020: 87.203 (2019: 86.493 / 2018: 107.104)
April 2020: 83.486 (2019: 77.157 / 2018: 79.539)
Mai 2020: 75.248 (2019: 75.451 / 2018: 74.648)

Im Grippemonat März 2018 starben also 107.104 Menschen. Hier handelt es sich wohl eher um einen „Ausreißer“ bei den Zahlen, eine besondere Auffälligkeit. Damals war sie in den Medien allerdings kaum erwähnenswert.

Die aktuelle Sterbestatistik des Statistischen Bundesamtes ist unten bei den Verweisen aufrufbar…


Verweise

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/was-kostet-ein-mensch-jedes-leben-hat-seinen-preis-1685490.html