Als Deutschland ein rückständiger Agrarstaat werden sollte…

Wir schreiben das Jahr 1944. Es tobt der Zweite Weltkrieg, und die zukünftige Siegermacht USA hat schon Pläne ausgearbeitet, wie es mit dem Deutschen Reich weiter gehen soll, wenn es besiegt ist. Der damalige, amerikanische Finanzminister Henry Morgenthau hat die Vorstellung, aus Deutschland einen harmlosen Agrarstaat zu machen, der nicht mehr in der Lage ist, einen weiteren Angriffskrieg zu führen.

Hitler hat natürlich andere Pläne mit Deutschland, auch wenn er mit seiner Kriegsführung langsam aber sicher in immer stärkere Bedrängnis gerät. An der Ostfront schlagen die Russen zurück, und im Westen an der Atlantikküste bringen sich die Amerikaner aktiv in den Zweiten Weltkrieg ein. Auf beiden Seiten, also im Westen wie auch im Osten, werden die Deutschen Soldaten nun kontinuierlich zum Rückzug gezwungen.
Wenigstens sorgt in dieser Zeit der Pennäler-Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann bei vielen Deutschen noch für gute Laune.

Nach ihrem Sieg über Deutschland, teilen die vier Nationen USA, England, Frankreich und Russland als Besatzungsmächte das Deutsche Gebiet in vier große Zonen auf ( Berlin wird separat aufgeteilt). Dann folgt die Entmilitarisierung, und viele Deutsche, die im Nazi-Regime Macht ausübten, werden vor Gericht gestellt, u.a. in Nürnberg.
Banken und Großindustrie unterliegen erst einmal der Kontrolle durch die Alliierten.

Da sich die Siegermächte bald nicht mehr einig darüber sind über das weitere Schicksal Deutschlands, bildet sich eine Kluft zwischen West und Ost. Die Russen fordern den Sozialismus, und können ihn am Ende nur in ihrer besetzten Zone durchsetzen. Aus den übrigen drei Zonen entsteht die Bundesrepublik.

Um Deutschlands Westen zu stärken und zu einem Bollwerk gegen die Staaten des sozialistischen und vermeintlich kommunistischen „Ostblocks“ aufzubauen, fördern die Amerikaner die Entwicklung des neuen Staats zu einer demokratischen Wirtschaftsmacht nach ihrem Vorbild, in dem sie u.a. als großzügiger Geldgeber im Rahmen des bekannten Marshallplans auftreten. Das amerikanische Militär bleibt und baut seine Basen im Land immer weiter aus, und schließlich werden die mit Atomraketen bestückt.
In Ostdeutschland, dem Gebiet das nun DDR heißt, halten die Russen ihre Stellung. Längst trennt der sog. „Eiserne Vorhang“, der eigentlich eine dicke Mauer aus Beton ist, die beiden deutschen Landeshälften.

So wird aus Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg dann eben doch kein schwacher Agrarstaat, der ausschließlich durch Landwirtschaft geprägt ist. Vielmehr entwickelt sich unser Land zu einer der größten Exportnationen der Welt, deren Soldaten mittlerweile wieder in anderen Ländern kriegerisch aktiv sind – selbstverständlich im Namen des Friedens!

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