Als Panik ausbricht

Eine klare und energische Anweisung des Bademeisters: „Alle raus !!! Sofort !!!“. Mein Dänisch ist zwar miserabel, aber diese Aufforderung ist dennoch klar zu verstehen. Er unterstrich sie mit einer schwunghaften Armbewegung – und alle flüchten…

Oh Gott, was geht hier vor? Eben war ich noch so völlig entspannt, im angenehm warmen Wasser des Therapiebeckens, des Ishojer Hallenbads, hatte eine rosa Poolnudel im Nacken und ließ mich schön treiben im stillen Nass. Jetzt plötzlich herrscht aber die pure Hektik, um nicht zu sagen… PANIK.

Bombe? Amoklauf? Gewitter? Ach ne, Gewitter wäre nicht relevant. Wir sind ja Indoor.
Jedenfalls ist das Becken schnell geräumt, und alle haben sich in Sicherheit gebracht. Zum Glück gibt es keine Toten oder Verletzten. Erleichterung.

Aber was ist geschehen? Mein Bruder kommt aus dem Dampfbad, und konnte dort in Erfahrung bringen, dass einer planschenden Seniorin ein Malheur passiert ist in Form eines braunes Kackhäufleins, das nun friedlich im Wasser des Beckens vor sich hintreibt.

Gottseidank hat es mich nicht angestupst, sonst wäre ich vielleicht noch infiziert worden und hätte mich am Ende in einen Zombie verwandelt.

Gut reagiert Herr Bademeister.

Lars und ich verzichten auf die angebotene Betreuung im Eingangsbereich des Schwimmbads durch Polizeipsychologen, und machen uns stattdessen auf in die Kopenhagener Innenstadt, um dort schön essen zu gehen. Nach dem Schreck müssen wir uns was Gutes tun…