Frühjahrsputz fürs Gehirn: Glaubenssätze austauschen

Unser Gehirn wird nie müde zu denken, auch wenn wir uns aktiv keine Gedanken machen. Dann schaltet es eben um auf Autopilot, und alle Gedanken entsprechen unseren Glaubenssätzen, und die lösen gute oder schlechte Gefühle aus, wobei wir unsere Glaubenssätze natürlich selbst entwickeln und manifestieren.

Nun verändert sich laufend die Situation, und oft fehlt es uns an der Flexibilität, unsere Glaubenssätze entsprechend anzupassen, und zwar so, dass wir weiter gut mit den Gegebenheiten leben können. Darum wäre ein „Frühjahrsputz fürs Gehirn“ für viele wohl eine sinnvolle Aktion.

So habe ich nach meinen jüngeren Erfahrungen in Bezug auf Freundschaften meinen alten Glaubenssatz aufgegeben, der da lautete: „Gute Freundschaften halten ein Leben lang und überdauern sogar Liebesbeziehungen!“. Zu viele gute Freunde habe ich in der Zwischenzeit verloren, und diese Lebensregel ließ mich darüber endlos verzweifeln.

Heute besagt mein Glaubenssatz zu diesem Thema, dass Freunde gehen und kommen. Jeder ist auf seinem Weg, und manchmal läuft man eine Zeit lang zusammen. Wir entwickeln uns weiter, und dann passt es manchmal nicht mehr. Alte Freunde verabschieden sich, und neue treten ins Leben – und das wieder nur für eine Weile.

Wenn die nächste Freundschaft zerbricht, werde ich dies nun also als ein leider gewöhnliches Ereignis betrachten und nicht mehr so sehr darüber verzweifeln.

Nachdem mich meine Freundin verlassen hatte, stand für mich fest, dass dies ein herber Schicksalsschlag für mich ist, und eine echte Katastrophe, weil wir beide doch noch so viel erreichen wollten gemeinsam.
Im Rahmen meines Frühjahrsputzes lautet der ausgetauschte Glaubenssatz aber nun: „Wenn es wirklich gepasst hätte, wäre sie noch da. Wir haben uns nicht gut genug verstanden, und hatten auch nicht die selben Interessen. Gut, dass es nicht zur Hochzeit kam. Das wäre nicht lange gut gegangen mit uns!“.
Tja, und somit ist ihr Weggang plötzlich positiv zu bewerten, und es geht mir besser damit.

Ich glaube heute auch nicht mehr, dass ich menschenscheu bin, und besser immer ganz unauffällig im Hintergrund bleiben sollte. Ein neuer, spannender Glaubenssatz ist ausformuliert: „Das Leben macht mehr Freude und Spaß, wenn ich mich aktiv mit meinen Mitmenschen auseinander setze, ihnen interessiert zuhöre, und mich mitteile“. Und ich füttere mein Gehirn noch mit einem weiteren: „Es wäre für mich eine tolle Herausforderung, die mich sehr amüsiert, wenn ich mal auf einer Bühne vor vielen Menschen sprechen könnte. Dabei darf ich mich ruhig verhaspeln, und dann lache ich einfach über mich selbst!“.

Na, wenn solche Glaubenssätze nicht das Selbstbewusstsein deutlich stärken, dann weiß ich auch nicht…

Wir entscheiden immer noch selbst, was wir denken und glauben. Lassen wir zu, dass sich Glaubenssätze in unserem Kopf manifestieren, die uns limitieren, den Mut nehmen und unglücklich machen, wird uns das auch immer stärker blockieren. Wir entfernen uns zunehmend von einem aktiven Leben, in dem wir selbst am Steuer sitzen bzw. Regie führen.

Also Freunde der Nacht, greift nach den Putzsachen und entsorgt nachhaltig euren ganzen, destruktiven Gedankenmüll – in dem ihr euer Denken durch neue, kreative Glaubenssätze in eine andere Richtung lenkt – nämlich immer nach vorne.

 

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