Raus ins Große

Langsam wird es mir zu eng in meiner Bude und in meinem Leben. Die Decke fällt mir auf den Kopf, wie es so schön heißt, und wenn ich zurückblicke, bereitet mir immer noch Kopfzerbrechen, was so unmittelbar hinter mir liegt und alles andere als gut gelaufen ist. Was kann da wohl noch gegen helfen? Na, wie wärs mit Koffer packen und einfach mal raus in die Ferne schweifen bzw. raus ins Große…?

Es gibt schließlich sooo viel zu sehen und zu erleben. Warum also nicht neue Eindrücke sammeln, interessante Orte entdecken und Menschen begegnen, die nicht mit der Lindenstraße oder Hans Meiser aufgewachsen sind, und einen ganz anderen Hintergrund haben.

Auf jenem Zettel auf dem ich zuletzt ihren Namen in Schönschrift aufgemalt und dann wieder durchgestrichen habe, liste ich nun meine künftigen Reiseziele auf: New York, Rio, Tokio…
Ich will durch San Franzisco laufen in zerriss’nen Jeans, eben mal Zigaretten holen gehen und nicht wiederkommen.

Mich hat das Fernweh gepackt und das Reisefieber. Mein Hausarzt muss mich krankschreiben.
Es lebe meine neue Bucket List…

  1. In Island im Geysir baden
  2. Beim Karneval in Rio mittanzen
  3. Die Kirschblütenzeit in Japan erleben
  4. Einen Drink in der New York Bar im Park Hyatt Hotel Tokio nehmen, und dabei an Bill Murray und Scarlet Johannson denken („Lost in Translation“).
  5. In New York durch den Central Park joggen
  6. Auf einem Kamel durch die Wüste reiten
  7. Am nördlichsten Punkt Europas stehen mit einer Dose Bier in der Hand
  8. Auf St. Helena Napoleons Pfaden folgen
  9. Auf den Osterinseln nach Eiern suchen
  10. Auf Hawaii ein Magnum-Eis geniessen

Mein Leben ist doch noch nicht vorbei, obwohl sie mich verlassen hat. Wer hätte das gedacht. Erst wenn alle Punkte abgehakt sind, bin ich bereit zum Abtreten.

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