Problematische Gasgewinnung: Fracking gibt es auch in Deutschland

Fracking ist ein besonderes Verfahren für die Erdgasgewinnung aus dem Boden. Durch tiefe Bohrungen und einem hohen Wasserdruck wird das Gestein dort aufgebrochen, wo das Erdgas lagert. Die künstlich erzeugten Risse im Gestein sorgen dafür, dass das Gas sich an der Bohrstelle konzentriert, und sich dabei mit dem Wasser im Boden vermengt. Zusätzlich werden Chemikalien, die sog. Frackingfluide zugeführt.

Die Methode ist umstritten. Das Grundwasser kann durch das Chemikaliengemisch verunreinigt werden, und es fällt Abwasser an („Flowback“), das entsorgt werden muss.

Es gibt allerdings zwei Arten von Fracking: Konventionell und unkonventionell.

Das konventionale Fracking ist die schonendere Methode. Hierzulande führen wir die übrigens schon seit Jahrzehnten in Deutschland durch!

Die Auflagen sind streng: Schiefer-, Ton-, Mergel- und Kohleflözgestein dürfen nicht angetastet werden, obwohl darin sehr viel Gas gebunden ist. Auch unser Grundwasser darf keinem Risiko ausgesetzt werden. Für alle Wasserschutzgebiete gilt ein absolutes Fracking-Tabu – ausser es handelt sich um Probebohrungen für wissenschaftliche Zwecke.

Fracking wird in Deutschland meist bei sehr dichtem Sandstein angewendet. Bei ca. einem Drittel der gewonnenen Gasmenge kommt es zur Anwendung. Hauptsächlich in Nieedersachsen.

Bei der unkonventionellen Fracking-Methode sind die Bohrungen weniger tief und somit näher am Grundwasser. Es kommen zudem mehr giftige Chemikalien zum Einsatz. Die USA wenden diese Methode an und werden uns künftig mit immer größeren Mengen ihres Gases beliefern.

Zum Transport nach Europa dient dann keine Pipeline mehr. Es sind schwere Tankschiffe, die das Gas in flüssigem Zustand zu unseren LNG-Terminals befördern. Die Abgase, die dabei ausgestoßen werden, insbesondere das Kohlendioxid, sorgen für einen weiteren Anstieg der CO2-Belastung in unserer Atmosphäre.

Aber der Ukrainekrieg an sich stellt ja schon eine immense Belastung für unsere Umwelt dar. Brennende Treibstofflager, versunkene Kriegsschiffe… schon aus diesem Grund, müsste er SOFORT beendet werden. Leider scheint dies nicht die vorrangige Interessenlage unserer Politik zu sein. Sie setzt auf Eskalation.

Wäre das nicht auch ein Thema für die fast vergessene „Fridays for Future“-Bewegung?

Fracking in Deutschland – BVEG

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