Prominente Stimmen zur Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine

In einem offenen Schreiben an Kanzler Scholz haben sich prominente Bürger wie Reinhard Mey, Ranga Yogeshwar, Gerhard Polt, Lars Eidinger, Dieter Nuhr, Alice Schwarzer, die Schriftsteller Martin Walser und Juli Zeh und einige andere gegen schwere Waffenlieferungen in das Kriegsgebiet Ukraine ausgesprochen. Sie warnen vor der Gefahr eines Dritten Weltkriegs.

Es folgt die eindringliche Bitte an den Kanzler, alles dazu beizutragen, dass es so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand kommen kann; zu einem Kompromiss, den beide Seiten akzeptieren können.

Die Botschaft ruft jeoch unverzüglich den Ukrainischen Botschafter Melnyk auf den Plan. „Diese Prominenten, die der Ukraine schwere Waffen verwehren wollen und damit dem Mörder Putin nur in die Hand spielen, damit er ukrainische Frauen und Kinder zerbomben kann, haben das Prinzip ‚Nie wieder‘ mit Füßen getreten. Nichts aus der Geschichte gelernt. Traurig“

Auch Jan Böhmermann muss sich natürlich dazu äußern, und er tut das auf Twitter mit seiner gewohnt hämischen Art. So meint er dazu, dass sich der intellektuelle Schaden jedenfalls in Grenzen halten wird, wenn Putin Deutschland mit Atomraketen angreift.

Sarah Wagenknecht, die bekannt für ihre empörten Aufschreie ist, ist sich sicher, dass Verhandlungen der einzige Weg sind, den Krieg zu beenden. In einem aktuellen Tweet beklagt sie sich über Anton Hofreiter, wie er im Einklang mit dem ukrainischen Botschafter Deutschland immer mehr in eine direkte Konfrontation mit Russland und damit in den Dritten Weltkrieg treiben wollen…

Anton Hofreiter wiederum hat eine ausführliche Stellungnahme zur Position seiner Partei „Die Grünen“ auf seiner Facebookseite verfasst. Dort führt er u.a. aus, dass im Fall Ukraine eine Diktatur eine Demokratie angreift. „ein Land marschiert in ein anderes Land ein, der Aggressor verübt Kriegsverbrechen“. Eine Stärkung der Ukraine durch Waffenlieferungen würde am Ende Schlimmeres verhindern.

Sorgt ein Aufrüsten der Ukraine aber tatsächlich für weniger Leid, Zerstörung und geringere Opferzahlen, weil Putin dann womöglich zurückweicht? Jutta Ditfurth, die in der Vergangenheit ebenfalls sehr aktiv bei den Grünen war, sieht durch die Waffenlieferungen eher „eine Welt in Flammen“…

Gregor Gysi, der wie Wagenknecht der Linksfraktion angehört, erklärt auf Twitter, dass es sich verbietet, eine ehemalige Sowjetrepublik gegen eine andere aufzurüsten.

Wir wir wissen, muss Putin spätestens am 9. Mai seinem Volk gegenüber einen Erfolg vorweisen. Dann feiert Russland nämlich seinen „Sieg im großen Vaterländischen Krieg“. Nun sieht es da aber sehr mau aus für ihn, und es wird bereits darüber spekuliert, ob er nicht stattdessen eine große Mobilmachung Ankündigt, um die Ukraine endlich in einem verheerenden Vernichtungsschlag einnehmen zu können.

Eindringliche Friedensverhandlungen, JETZT, könnten möglicherweise noch sehr viel größeres Leid verhindern. Kaum jemand mag auf sie setzen. Die Zeichen stehen unglücklicherweise auf Sturm…


Verweise

Offener Brief an Kanzler Olaf Scholz | EMMA

Anton Hofreiter | Facebook

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