Sind die Deutschen wirklich „digitale Muffel“?

Die Digitalisierung in Deutschland schreitet voran, erklärt die Bundesregierung, und weist Berlin als digitalen Spitzenreiter aus. Die schlechteste digitale Infrastruktur ist hingegen in Thüringen zu finden. Entnehmen kann man dies dem sog. Deutschland-Index der Digitalisierung. Vor allem beim Online-Angebot der Kommunalverwaltungen und im Bereich Wirtschaft und Forschung hat es in den vergangenen Jahren „beachtliche Fortschritte“ gegeben…

Durch Covid19 nutzen natürlich auch die Deutschen digitale Medien, Dienste und Kanäle intensiver. Lt. einer repräsentativen Umfrage von McKinsey & Company sind es neun von zehn Konsumenten. Viele werden nicht zu ihren analogen Gewohnheiten zurückkehren, was an einer hohen Zufriedenheit der Erstanwender mit den digitalen Angeboten liegt. Die Studie besagt, dass 75% der Erstanwender und 71% der Intensivanwender digitale Kanäle auch nach den Pandemiemaßnahmen weiter nutzen – mit gleicher Frequenz.

Aus einer weiteren Umfrage von McKinsey, die in 19 europäischen Ländern durchgeführt wurde, geht hervor, dass Deutschland das europaweite Schlusslicht bildet, wenn es um die Nutzung von digitalen Angeboten geht. 65% der deutschen Verbraucher haben in der ausgerufenen Pandemie digital eingekauft, gelernt oder Behördengänge erledigt. Der europäische Durchschnitt liegt bei 80 Prozent.


Verweise

So digital ist Deutschland (Bundesregierung)
Repräsentative Umfrage, McKInsey
Deutschland liegt bei Digitalnutzung trotz Corona hinterher (McKInsey)