Corona: Keine erhöhte Ansteckungsgefahr im ÖPNV

Im Februar galt im öffentlichen Personennahverkehr noch keine Pflicht, FFP2-Masken zu tragen. Trotzdem wies eine Studie der Charité nach, dass es bereits zu dieser Zeit keine erhöhte Ansteckungsgefahr in Bussen und Bahnen gab.

681 freiwillige Teilnehmer im Alter von 16 bis 65 Jahren wurden bei dieser Studie nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 war vier Wochen lang in den Bussen und Bahnen des RMV (Rhein Main Verkehrsverbund) unterwegs, während die Personen der Gruppe 2 ihre Alltagsfahrten mit dem PKW, Motorrad oder Fahrrad unternahmen.
Zu Beginn und am Ende der Studie wurden an allen Beteiligten PCR-Tests durchgeführt. Digitale Tagebücher dienten der Eintragung sämtlicher unternommener Fahrten.

Das Ergebnis: Gruppe 1 hatte weniger positive Corona-Tests zu verzeichnen (3,5%) als Gruppe 2 (4,3%), womit praktisch belegt werden konnte, dass es im ÖPNV nicht zu mehr Ansteckungen kommt, als an anderen Orten.

Zu welchen Ergebnissen würde wohl eine ähnliche Untersuchung führen, die sich auf den Einzelhandel oder die Gastronomie bezieht?


Verweise

Besser weiter: Pendler-Coronastudie der Charité