Wie Umweltverträglich ist der Lockdown?

Auf den Straßen herrscht weniger Verkehr, und viele Flugzeuge bleiben am Boden. „Home-Office“ ist das Gebot der Stunde, an Reisen ist kaum zu denken, und die meisten Meetings werden über Bildschirm abgehalten. Da bleibt ein positiver Effekt für unsere Luftqualität nicht aus. Die Belastung durch Stickoxide und Feinstaub hat sich verringert. Dies bestätigt ein Zwischenbefund des Umweltamtes für das Corona-Jahr 2020…

Und der Klimawandel? Gibt es da auch einen positiven Effekt durch die harten Corona-Maßnahmen?
Tatsächlich wird aktuell weniger CO2 an die Umwelt abgegeben. Der atmosphärische Kohlenmonoxid-Gehalt hat sich dadurch aber nicht vermindert. Er steigt sogar ungebremst weiter an lt. einem aktuellen Klimabericht der Vereinten Nationen. Ein unbegrenzter, noch weitreichenderer weltweiter Lockdown wäre nötig, um einen echten Erfolg bei diesem ehrgeizigen Vorhaben einstreichen zu können…

Ein großes Problem unserer Maßnahmen gegen Covid 19 ist der täglich anfallende Müll an Einwegmasken und Testkids.
Dass das Tragen von Stoffmasken nicht mehr erlaubt ist, die ssich immer wieder verwenden lassen, vergrößert die Menge dieses Abfalls zusätzlich. Laut der Organisation OceansAsia aus Singapur landeten alleine 2020 1,56 Milliarden Schutzmasken in unserem Ozeanen, und diese geben Schadstoffe und Mikroplastik ab – übrigens auch dann, wenn sie noch im Gebrauch sind, also beim Einatmen…

Auch der stark gestiegene Anteil an Online-Bestellungen, sowie die große Menge von Einweg-Verpackungen beim Take-Away-Verkauf der Gastronomie lassen unsere Müllberge weiter wachsen. Der Anstieg ist dramatisch, und die Deutsche Umwelthilfe warnt: „Wir müssen aufpassen, dass die Corona-Krise nicht auch eine Müll-Krise wird“.


Verweise