Obama Care: So funktioniert das amerikanische Gesundheitssystem

Mit Obamacare wurde im Oktober 2013 in den Staaten eine allgemeine Versicherungspflicht eingeführt, die jedem Bürger Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung ermöglichen soll. Dabei müssen für alle Versicherten künftig zwingend bestimmte Mindestleistungen wie Krankenhausaufenthalt, Reha-Maßnahmen oder psychiatrische Behandlungen gegeben sein.

Angestellte in Firmen mit über 50 Mitarbeitern bekommen ihre Krankenversicherung direkt vom Arbeitgeber angeboten. Alle anderen melden sich auf einem speziellen Marktplatz im Internet bei einer Krankenversicherung an. Dies ist verpflichtend. Wer nicht mitmacht muss ein Bußgeld bezahlen. Im Gegenzug dürfen die Krankenversicherungen niemanden mehr ablehnen (z.B. wegen Vorerkrankungen). Zudem sind sie verpflichtet, mindestens 80 Prozent der Versicherungsprämien in die medizinische Versorgung zu stecken.

Wer sich wegen eines zu geringen Verdienstes keine Krankenversicherung leisten kann, erhält Zuschüsse vom Staat, und Kinder bis 26 Jahre können über die Eltern versichert bleiben.

Dennoch ist bis heute jeder zehnte Amerikaner ohne Krankenversicherung. Viele Bürger wollen sich nicht vom Staat bevormunden lassen und zahlen ihre Rechnungen beim Arzt oder im Krankenhaus lieber selbst. Teilweise wird das neue Gesundheitssystem als sozialistisch angesehen. Der nunmehr abgewählte amerikanische Präsident Trump wollte ein entsprechendes, neues System einführen, welches den Menschen wieder mehr Freiheiten erlaubt.

Dazu kommt es wohl nun nicht mehr…